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2004 Lüneburger Heide III

Steinzeit

Wer gern in jahrhundertealter, hier muß es besser jahrtausendealter heisen, Geschichte stöbert, sollte sich einmal auf den Weg zu den

Sieben Steinhäusern

machen. Das ist eine der eindrucksvollsten und auch bekanntesten Gruppe von Großsteingräbern.


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Lageskizze der Megalithen

Lageplan
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Megalith B

Sie liegen 10 km südöstlich von Bad Fallingbostel auf dem heutigen Truppenübungsplatz Bergen. An jedem Wochenende können sie von 8 bis 18 Uhr besichtigt werden. Zu anderen Zeiten ist die Zufahrtstraße wegen des militärischen Übungsbetriebes gesperrt. Die Zufahrt erfolgt über Ostenholz (Abfahrt BAB 7 Westenholz) und ist gut ausgeschildert.

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Megalith E

Die Sieben Steinhäuser wurden wie die übrigen Großsteingräber Norddeutschlands in der zweiten Hälfte des dritten Jahrtausends v. Chr. von Menschen der Trichterbecherkultur errichtet, von jener Bevölkerung, die im norddeutschen Flachland die bäuerliche Wirtschaftsform einführte.

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Megalith A

Vier der fünf vorhandenen Steinhäuser stehen am Abhang eines Hügels relativ eng beieinander, während das fünfte etwa 100 m von dieser Gruppe entfernt ist.

Dieses etwas abseits liegende Grab und drei von der Vierergruppe sind Ganggräber, deren Eingänge sich jeweils in der Mitte der südlichen Langseite befinden. Das weitere Grab hingegen ist eine viereckige Kammer mit einer ungewöhnlich großen Deckplatte. Zudem besitzt dieses Grab ein Hünenbett mit einer einstmals rechteckigen Umfassung. Bei diesem Grab handelt es sich um das älteste der Sieben Steinhäuser.

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Megalith C

Seine Kammer ist bei einer lichten Weite von 4 x 3 m von einer Überbreite, die in Niedersachsen einmalig ist. Sie ist von einer Steinplatte bedeckt, die 4,6 m lang und 4,2 m breit, aber nur etwa 50 cm dick ist. Auch die Trägersteine sind ausgesucht flache Platten.

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Megalith D

Die Frage, warum die Überlieferung von sieben Steinhäusern spricht, aber nur fünf vorhanden sind, hat schon viel Kopfzerbrechen bereitet. Lange Zeit forschte man nach zwei angeblich zerstörten Gräbern. Ein Stich aus dem Jahre 1744 belegt aber, dass bereits damals nur fünf Grabmale vorhanden waren. Sieben bedeutet in der Volkssprache einfach mehrere, einen ganzen Batzen. Die „sieben Sachen” stehen im Volksmund auch als Synonym für viele Dinge.
Der gute Erhaltungszustand der Gräber spricht ebenfalls dafür, dass es ursprünglich nur fünf waren.

In der Vergangenheit schlugen des öfteren Granaten (durch Baumwipfel abgelenkte Geschosse) in diesem Gebiet ein, es wurden deshalb in den fünfziger Jahren Schutzwälle aufgeschütten und kleinwüchsiger Wacholder angepflanzt. Dadurch wurde zwar der Zusammenhang des Landschaftsbildes zerstört, die einmaligen Zeugnisse aber vor der Vernichtung bewahrt.



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Letze Änderung: 06.06.2016