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Hochwasser in Sachsen
(Chemnitz 13.08.2002)


Das haben wir noch nie erlebt ...!

Mehrere Tage Dauerregen (109 l Wasser je m² in 24 Stunden) in Chemnitz. Im Erzgebirge fielen bei Zinnwald sogar 312 l Wasser je m² in 24 Stunden! Am 12.08. begann die Chemnitz schnell zu steigen.

Am 13.08.02 um 6.35 Uhr steigt der Pegel auf 4,01 m. Es besteht die Gefahr, daß das Stadtzentrum wie 1954 überflutet wird.


Hochwasser Annaberger Str. Chemnitz

Die Annaberger Straße ist mit ca. 1 m überflutet. Hier links vorne (im Bild nicht zu sehen) befindet sich unser Großhandelsgeschäft. Gott sei Dank liegt das Gelände noch etwas höher als die Straße. Es haben aber nur noch ca. 10-20 cm gefehlt, dann wären wir auch geflutet worden. Die Keller und die Tiefgarage waren bereits vollgelaufen.

Hochwasser Georgbrücke Chemnitz

Über die Georgbrücke fahren bzw. gehen wir jeden Tag zur Arbeit. Das Bild was sich hier bot war sehr bedrohlich. Es fehlten nur noch wenige Zentimeter und die Brücke wäre überflutet worden. Die Polizei hatte sie schon seit den frühen Morgenstunden für den Verkehr gesperrt.

Obwohl der Pegel 11 cm über dem von 1954 stand, wurde die Stadt nicht überschwemmt. Dieses Glück hat Chemnitz dem nur geringen Treibgut auf der Chemnitz zu verdanken, welches 1954 zu Verstopfungen unter den Brücken führte und dadurch das Wasser ins Stadtzentrum lenkte. Trotzdem ist entlang der Flüsse Chemnitz, Würschnitz und Zwönitz großer Schaden entstanden.

Chemnitz ist nochmal mit einem blauen Auge davongekommen.

Die Nachrichten aus anderen Gegenden Sachsens (und Deutschlands, Östereichs sowie Tschechien) sind katastrophal. Ganze Städte sind total überflutet. Zehntausende Menschen mussten ihr Zuhause innerhalb von Minuten fluchtartig verlassen bzw. durch die Hilfskräfte gerettet werden.

Rettungsversuche in Grimma

Rettungsversuche in Grimma. Die Schlauchboote kamen nicht mehr gegen die starke Strömung an! Der Radlader wurde wenig später ebenfalls abgetrieben.

Schiff gegen Mauer der Talsperre Kriebstein

Talsperre Kriebstein, ein Fahrgastschiff hat sich losgerissen und wird gegen die Staumauer gepresst

Und es ist heute am 14.08.2002 noch kein Ende der Flut absehbar. Wenigstens hat es aufgehört zu regnen. Die Hochwasserwellen bewegen sich nun die Elbe, Mulde und andere Flüße weiter flußabwärts und bedrohen die Menschen in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen usw..

Dresdner Hauptbahnhof

Gelände des Dresdner Hauptbahnhofes

Dresdner Zwinger1

Dresdner Zwinger

Von der Moldau kommt die nächste Welle, so das die Elbanlieger wie Pirna, Dresden und Meissen mit weiter steigenden Pegeln (z.Z. werden Pegelständen der Elbe von 8,50 m in Dresden und 11 m in Pirna erwartet) rechnen müssen.
Keiner kann voraussagen wie sich die Lage in den schwer betroffenen Gebieten weiter entwickelt ...

... 17.08.2002: gegen 9 Uhr steht der Elbpegel bei 9,39 m, der Scheitelpunkt scheint erreicht zu sein. In Schöna fällt der Pegel der Elbe langsam, auch an der Moldau sinkt das Wasser.
Dafür rollt die Hochwasserwelle mit unverminderter Kraft durch Sachsen-Anhalt. In Bitterfeld, Dessau und anderen Städten kämpfen tausende Menschen gegen das Wasser.

In den Hochwassergebieten Bayerns, Österreichs und Tschechiens werden sich ähnliche Bilder der Zerstörung bieten. Alle Betroffenen werden jede Hilfe brauchen, um ihre Existenz wieder aufzubauen.

Weitere Informationen und Bilder: Freie Presse Spiegel Online Focus Online

(Inzwischen sind diese nur noch in den Archiven dieser Publikationen zu finden, eine Suche aber lohnt sicher. Es waren eindringliche und beeindruckende Bilder über den Kampf und die Hilfsbereitschaft der Menschen dabei.)


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Hochwasser in Sachsen


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Galerie Ereignisse Hochwasser in Chemnitz 2002 (August)
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Letze Änderung: 06.06.2016