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Zittauer Gebirge
Perlen der Lausitz und Niederschlesiens

Görlitz - Brückenstadt an der Neiße

Görlitz ist eine Stadt der Mitte. Schon im Mittelalter führten hier die bedeutenden Handelswege zwischen Westen und Osten, vom Süden nach dem Norden Europas hindurch. Einflüsse aus Böhmen und Schlesien, aus Brandenburg und Sachsen prägten die Stadt. Deutsche und slawische Kultur und Lebensart formten Menschen und Geschichte am östlichen Rande der Oberlausitz.

Die erste Blütezeit lag im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit. Als Gewerbe- und Handelszentrum nahm Görlitz einen führenden Platz zwischen Leipzig und Breslau ein. Ihr Reichtum, ihr militärisches Gewicht und ihre politische Stabilität ließen die Stadt zu einem geschätzten Verbündeten der Landesherren werden.

Auch das baukünstlerische Bild der Stadtanlage zeugte von einer herausragenden wirtschaftlichen und politischen Stellung. Türme und Wehranlagen, Kirchen und Bürgerhäuser der Altstadt künden noch heute vom Pioniergeist ihrer Erbauer. Gelehrte und Künstler, wie Bartholomäus Scultetus und Jakob Böhme, Hans Olmützer und Wendel Roskopf d.Ä., bereicherten das geistige Profil von Görlitz. Stadtpolitiker, wie Johannes Frauenburg, Georg Emmerich und Johann Haß, erreichten ein außergewöhnliches Maß an politischer Handlungsfähigkeit und Stärke. Handwerkerbewegungen, vor allem der Tuchmacher, setzten sich für die Rechte der Bürger ein. Kriege um die Vorherrschaft in Europa beendeten die erste Blütezeit. Die Stadt litt und verkümmerte an den Folgen des Dreißigjährigen Krieges und des Nordischen Krieges, der Kriege um Schlesien und der Napoleonischen Eroberungszüge.



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Erst im 19. und frühen 20. Jahrhundert erlebte Görlitz einen zweiten Aufstieg. Die Entwicklung der Industrie und der kommunalen Selbstverwaltung nach dem Übergang an Preußen 1815 brachten einen erstaunlichen Entwicklungsschub. Die Einwohnerzahl wuchs auf das Zehnfache. Die Stadt dehnte sich aus zum wirtschaftlichen, politischen und geistigen Zentrum der preußischen Oberlausitz. Hier konzentrierten sich die Verwaltungen und Gerichte für die Stadt, den Landkreis und den Westen der Provinz Schlesien. Hier bündelten sich die Verkehrswege für Kraftfahrzeuge, Eisenbahn und Flugzeug. Görlitz wurde Standort industrieller Großbetriebe und mittelständischer Unternehmen, bot zahlreiche Arbeitsplätze und Wohnmöglichkeiten. Banken und Geschäftshäuser, Hotels und Gaststätten gab es in Fülle. Görlitz machte sich einen Namen als Stadt der Schulen und des Sports, der Parkanlagen und der Schlesischen Musikfeste, als Garnisonsstadt und als kirchliches Zentrum. Ein Großteil der Bevölkerung fand hier eine beachtliche Lebensqualität.


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Der Erste und der Zweite Weltkrieg unterbrachen diesen stetigen Aufstieg. Görlitz verlor 1945 die Oststadt und den östlichen Landkreis, wurde erstmals zur Grenzstadt. In den letzten fünfzig Jahren ging die Einwohnerzahl um ein Drittel zurück. Fleiß, Zähigkeit und Heimattreue der Bevölkerung sorgten dennoch dafür, dass es zu keinem völligen Zusammenbruch der Wirtschaftskraft, der Bausubstanz und der Kultur kommen konnte. Der politische Umschwung 1990 weckte Hoffnungen und eröffnete Möglichkeiten für einen erneuten Aufstieg der Stadt als Mittlerin zwischen West und Ost beim Zusammenwachsen Europas.


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Textquelle: www.goerlitz.de
Auch einen oder mehrere Besuche sind natürlich Städte wie Zittau, Bautzen und Löbau wert. Auf den Wegen zu ihnen können sie vielfältige Entdeckungen machen. Egal ob Landschaft, Klöster, Industriedenkmale u.v.a.m., diese Region ist immer eine Reise wert!


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Letze Änderung: 06.06.2016